Liebe Besucher dieser Seite,HOG_LOGO_120

herzlichen willkommen auf unserer Seite. Hier finden Sie Informationen über das Dorf Hahnbach
in Siebenbürgen und über die siebenbürgische Kultur.

Lernen Sie auf den folgenden Seiten die faszinierende Geschichte und die traditionsreichen Gebräuche der Siebenbürger Sachsen kennen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und freuen uns, wenn Sie uns einen Eintrag im Gästebuch hinterlassen!

Ihr Georg Lederer, im Auftrag der Heimatortsgemeinde Hahnbach e.V.

 


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06.04.2012
Beitrag zu Ostern wurde veröffentlicht auf der Startseite

29.01.2012
An der Hahnbacher Kirche sind dringende Notreparaturen erforderlich.
Im Bereich Projekt Kirche wurden Infos zu dem Projekt hinterlegt und die aktuelle Spendentafel erfasst. Bitte informieren Sie sich und unterstützen Sie unsere Gemeinschaft bei diesem wichtigen Projekt!

22.01.2012
Im Bereich Friedhofspflege ist ein neuer Beitrag zu den Arbeiten die durchgeführt wurden im Jahr 2011 und Fotos dazu. Die Spendentafel wird demnächst auf den aktuellen Stand gebracht.

22.01.2012
Die 3. Ausgabe des Hahnbacher Blatts steht nun Online zur Verfügung unter folgendem Link!


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Liebe Landsleute aus Hahnbach, liebe Freunde und Besucher unserer Homepage,

wir wünschen Euch allen ein frohes und besinnliches Osterfest!

 

 

 


Leider sind die christlichen Feiertage in unserer neuen Heimat stark von Kommerz und Konsum geprägt, so auch an Ostern.
So ist es üblich, dass der Einzelhandel bereits Monate vor Ostern sein Sortiment, seine Dekoration und seine Werbung auf Ostern ausrichtet. Bereits nach Fasching wird man allerorts in den Läden mit bunten Ostereiern und sonstiger Osterdekoration "beglückt".

Dies ist schade und ärgerlich, denn diese Reizüberflutung verdirbt einem die Freude auf das eigentliche Fest. Wenn man bereits seit Mitte Februar überall die bunten Ostereier sieht, so kann man oft die Ostereier zum Fest selber schon nicht mehr sehen, bzw. nimmt sie nicht mehr als was Besonderes, wahr.

So sehr Ostern hierzulande von Kommerz geprägt ist, so sehr war Ostern in unserem Heimatdorf Hahnbach in Siebenbürgen, von unserem dortigen "naturnahen" Leben und der Tradition geprägt.

Ich möchte an dieser Stelle nochmal erinnern, wie das Osterfest bei uns in Hahnbach gefeiert wurde:

Am Osterfest hatte insbesondere die Jugend Ihre Freude an einem Brauch den man „Bespritzen" nannte. Am frühen Morgen des Ostersonntages trafen sich die Burschen in der Ortsmitte. Von hier aus starteten sie IMG_0010gemeinsam, singend und begleitet von einem Musikanten auf dem Akkordeon, zum nächstwohnenden Mädchen und bespritzten dieser die Haare mit Parfüm. Dann wurde Gebäck serviert und ein Glas Wein getrunken und der restliche Wein wurde in einen Glaskrug geschüttet, den die zwei jüngsten Knechte tragen mussten. So ging es reihum im ganzen Dorf zu allen konfirmierten „Maiden" (=Mundart). Zum Abschluss ging man zum Pfarrhaus um auch die Pfarrfrau (Frau Muetter = Mundart) und falls vorhanden auch die Töchter mit Parfüm zu bespritzen. Die Kinder und Jugendlichen die noch nicht konfirmiert waren gingen einzeln oder in kleinen Gruppen zu den Omas, Tanten und Taufpatinnen zum bespritzen. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren wurde das Parfüm selbst hergestellt, da man kein Geld zum Parfüm kaufen hatte. Man nahm dazu frisch blühende Veilchen und übergoss diese mit Wasser. Nach ein paar Tagen duftete das Wasser und dies füllte man dann in Fläschchen ab. Es hatte einen angenehmen Geruch und diente als Mittel zum Zweck.

Nach dem Ostergottesdienst war es in Hahnbach Brauch den Pfarrer von der Kirche zum Pfarrhof zu begleiten. IMG_0018Da ging die ganze Kirchengemeinde mit, begleitet von der Blaskapelle. Bei Sonnenschein glänzten die Bänder, Schürzen und Gürtel der Mädchentracht in die Wette mit den Instrumenten der Adjuvanten. Im Pfarrhof angekommen hielt der Kirchenkurator eine Ansprache und wünschte Frohe Ostern. Der Pfarrer bedankte sich für die Begleitung und wünschte auch Frohe Ostern. Den Kindern wurden Päckchen überreicht, früher war es mal eine „Bichel" (= Mundart für Breze). Am Nachmittag war noch mal Gottesdienst, die so genannte „Vesper". Hier trugen alle Jungen ein Gedicht (Osterpredigt) vor. Es begann der Älteste der Kinder und dann folgte der Jüngste, oft noch aus dem Kindergartenalter und so ging es durch bis zum Größten und dann betete der zweitälteste zusammen mit der Gemeinde das Vaterunser. Die Osterpredigten der Kinder wurden von den Müttern ausgesucht und hatten als Inhalt die Auferstehung Christi.

Nach dem Vespergottesdienst war Tanz und die neu konfirmierten Mädchen trugen zum ersten Mal ihre Tracht die neu angefertigt wurde oder auch von der Mutter oder Großmutter stammte. Ringsum im Saal waren zwei oder drei Reihen mit Bänken im Saal aufgestellt. Hier nahmen die Mütter, Großmütter und Tanten Platz um wie bei allen Tanzveranstaltungen zu begutachteten, natürlich auch wer mit wem am meisten getanzt hatte.

Anbei ein paar Gedanken zum Osterfest in Siebenbürgen, von Hartmut Gross (aus Siebenbürgen - nicht aus Hahnbach)

Wisst ihr noch, wie es damals zu Ostern war?

Früher ging Mann „Mädchen bespritzen“,
heute reicht es, zusammen zu sitzen,
beim virtuellen Kaffe oder Tee,
weil man sich wieder gefunden hat,

Die Lieder, die man in Kindheit und Jugend gesungen,
haben laut durch Feld und Wald geklungen …
Im Frühjahr ging man „Pålmitzker“ pflücken
Um damit die „Osterstube“ zu schmücken.

Baute ein Nest aus Moos und Gras,
war froh, dass man die Welt um sich vergas.
Man glaubte an den Osterhasen
und stellte Blumen in die Vasen …

Nachmittags war das Haus voller Gäste,
man feierte gemütlich das Osterfeste.
Männer gingen von Haus zu Haus,
denn man gab ihnen einen „Pali“ aus.

Man bot auch an selbst gemachten Eierlikör,
häufig passierte dann ein Malheur.
Viel „gemischtes“ im Bauch verschwand
und man sich ordentlich betrank.

Man war vergnügt und lustig wenige Stunden,
hatte trotzdem sein Seelenheil gefunden.
Man war zufrieden, so wie es war,
weil man nichts anderes kannte, na klar.

Nun höre ich auf mit diesem Reimen,
wenn auch weitere Gedanken keimen,
in meinen grauen Zellen, meinem Hirn,
weil ich von dem Schreiben müde worden bin.
Denke oft an diese Zeit, wo man,
den Brauch noch feste hielt.
Da war man daheim.

 

Weihnachten ist nicht mehr fern - Hahnbacher Weihnachtsfeier 2011

Die Weihnachtliche Zeit ist auch die Zeit der Erinnerungen. Wohl nie im Jahresverlauf denken wir so intensiv an alle Verwandten, Freunde und Bekannten wie in der Weihnachtszeit.

Gerade jetzt schweifen unsere Gedanken mehr den je auch zurück in die alte Heimat,  und so manchen von uns umfängt dabei ein Gefühl der Wehmut. Wir haben hier eine neue Heimat gefunden, doch es fehlt uns hier oft das bindende Gemeinschaftsgefühl, das in der alten Heimat so ausgeprägt war.

Nicht allein die Geschenke machen den Zauber der Weihnacht aus, die man überreicht oder erhält. Den eigentlichen Reiz bildet für uns immer noch das Alte, so wie wir es in Erinnerung haben: Wie die Hahnbacher Weihnachtsglocken zur Kirche riefen und die Menschen aus allen Gassen zur Kirche strömten, wie die Jugendlichen hinter dem Leuchter Weihnachtslieder sangen und die Kinder Gedichte vortrugen und anschließend das Weihnachtspäckchen erhielten.

Liebe Hahnbacher, in dieser hektischen Zeit sehnt sich der Mensch nach etwas Bleibendem, nach der inneren Heimat. Ein solches Stück Heimat, das uns Halt, Zuversicht und inners Sicherheit gibt, ist die weihnachtliche Zeit.

Am 11. Dezember 2011 war es wieder soweit. Der Vorstand der HOG Hahnbach e. V. hatte eingeladen zur Weihnachtsfeier und die Hahnbacher und deren Freunde kamen wieder zahlreich in die Gaststätte "Schlachthof" nach Schorndorf. Hermann Gräf übernahm in Vertretung für unseren beruflich verhinderten HOG Vorsitzenden Johann Seiwerth die Eröffnung und berichtete auch auch über das Vereinsleben und die Strukturen unseres Vereins.

Wie auch die Jahre davor sangen wir gemeinsam Weihnachtslieder und warteten gespannt auf den Auftritt des Hahnbacher Chores.
Auch in diesem Jahr hatten die Chormitglieder unter der Leitung von Frau Schuler fleißig geübt und so begeisterte uns der Chor auch heuer wieder mit den traditonellen Leuchtersingen.

Einige Kinder trugen Gedichte oder ein Lied vor, manche spielten uns sogar auf einem Instrument Lieder vor und der fleißige Hahnbacher Weihnachtsmann teilte wieder Päckchen für die Kinder aus.  

Gemütlich liessen wir den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ausklingen und schauten uns auf einer Leinwand Fotos von früher an. Erinnerungen wurden wach und so mancher fühlte sich seiner alten Heimat sehr nah. Wie sagte ich zu Beginn dieses Artikels, Weihnachten ist auch die Zeit der Erinnerungen...

In diesem Sinne, erinnern Sie sich an Ihre Nachbarn, Freunde und Verwandten und greifen Sie zum Telefon und rufen Sie an: Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!

Wir wünschen allen Landsleuten aus Hahnbach und deren Freunden, die unsere Weihnachtsfeier nicht besuchen konten, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2012. 

Im Auftrag des Vorstandes der HOG Hahnbach e.V.
Georg Lederer

 

 


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