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Ein anschauliches Beispiel dafür, wie trotz widriger äußerlicher Umstände doch etwas wächst, zeigt ein Blick nach Siebenbürgen in Rumänien. Die evangelische Kirche dort hat wegen der Massenauswanderung nach dem Ende der Kommunistenherrschaft über 90 Prozent Ihrer Mitglieder verloren, die einstigen Volkskirche mit damals fast 300.000 Evangelischen Bürgern schrumpfte in kürzester Zeit zur Diasporakirche mit weniger als 15.000 Mitgliedern.

Diese klein gewordene Minikirche ist heute aber lebendiger denn je. Mit ihrem Bildungswesen, ihren zunehmend zweisprachigen gottesdienstlichen Angeboten und ihrer diakonischen Arbeit wirkt sie heute weit über ihren engeren Bereich hinaus und erreicht neue Bevölkerungsschichten.

Siebenbürgen eröffnete deshalb ermutigend das Jahresfest am Donnerstag, den 10. Juni in der Versöhnungskirche in Schorndorf. Ab 18.30 wurden Siebenbürger Spezialitäten gereicht und ab 20.00 Uhr erlebte das Fest bei einem hohen Besucherandrang den Höhepunkt mit Begegnungen, Bildern und Informationen sowie Gästen aus Siebenbürgen.

Die Siebenbürger Landsmannschaft der Kreisgruppe Schorndorf, stellte die Veranstaltung unter ihr ganz persönliches Motto: „Aufgewachsen in Siebenbürgen – Heimat gefunden in Württemberg“.  Dieses Motto ist auch passend für die vielen Landsleute aus Hahnbach, die in Schorndorf und Umgebung Ihre zweite Heimat gefunden haben. So waren auch diesmal einige Hahnbacherinnen und Hahnbach unterstützend bei der Organisation und Bereitstellung von Ausstellungsstücken dabei. So waren auch Bilder und Gegenstände von Hahnbach ausgestellt und konnten von den zahlreichen Besuchern bestaunt werden.

20.06.2010 Georg Lederer

 
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